27. Juni 2016

Was sind Grand Challenges der Informatik?

Eine „Grand Challenge“ in / für die Informatik ist ein grundsätzliches (fundamentales) Problem, dessen Lösung (mit Informatik-Hilfsmitteln) einen deutlich spürbaren Fortschritt in ökonomischer, sozialer oder gesellschaftlicher Hinsicht für unser aller Leben bedeutet.

Grand Challenges Broschüre

Ein Arbeitskreis des GI-Präsidiums hat sich unter Leitung von Ex-Vizepräsidentin Simone Rehm mit der Frage beschäftigt, was große Herausforderungen der Informatik in der Zukunft sein könnten. Aus den eingereichten Vorschlägen wurden durch das Präsidium schließlich fünf Themen als die (ersten) Grand Challenges der Informatik ausgewählt. Weitere werden nach der Evaluation des Projektes bei Bedarf folgen. Ein gedrucktes Exemplar der Broschüre können Sie gerne per E-Mail bestellen.

Die Herausforderungen

Erhalt des digitalen Kulturerbes (GC1)
Das Internet der Zukunft (GC2)
Systemische Risiken (GC3): Eine digitale Information kann mit beliebig vielen anderen Informationen verbunden werden. Es entstehen dabei vernetzte Systeme, die in ihrer Komplexität kaum fassbar, geschweige denn beherrschbar sind. Wie schaffen wir es, die daraus entstehenden Risiken einzudämmen und zu beherrschen?
Allgegenwärtige Mensch-Computer-Interaktion (GC4)
Verlässlichkeit von Software (GC5)

Ziele der GC-Initiative

  • Der Informatik als attraktiver Wissenschaft in der Öffentlichkeit ein Gesicht geben.
  • Jungen Menschen zeigen, welche interessante Herausforderungen die Informatik bietet und Anreize zu einer entsprechenden Berufswahl geben.
  • Der Öffentlichkeit zeigen, welch gesellschaftlich relevanten Probleme sich mit Informatik lösen lassen.
  • Studenten und Wissenschaftler ermuntern, zu diesen Themen zu forschen.
  • Für Forschung und Entwicklung Verantwortliche einschließliche Regierungsmitgliedern anregen, die Forschung zu diesen Themen zu intensivieren.